Gestorben und Wiederauferstanden

Geschrieben am 21. Juni 2008 in Japan, Nightlife, 女たらし, 日記, 暇な時 von Daniel || 7 Kommentare

Vorwort: ich bin nicht sicher, ob ich das wirklich posten soll oder nicht. Aber, da ich keine Namen erwähne und alle Beteiligten, die Bescheid wissen (warum auch immer) sind normalerweise sehr diskret und daher sollte es kein Problem sein, dass nun Folgende auch zu veröffentlichen. Ich bitte die “wissenden Personen” um ihre Verschwiegenheit, was Namen oder weitere Details (z. B. von Personen) angeht.

Die Zeit von Dienstag, 10. Juni bis Samstag, 21. Juni 2008

So, da bin ich wieder und beinahe so gut wie gesund. Fast. Das erklärt auch, warum der Blog-Eintrag fast über eine Woche zu spät ist. Ich wurde nämlich mit einer Erkältung angesteckt, die sich leider als ziemlich Medikamenten-resistent erwies. Aber mal von Anfang an.

Nachdem ich bereits bei meiner Ankunft eine dicke Erkältung hatte, dachte ich eigentlich, damit ist jetzt erstmal genug bis mindestens November oder Dezember. Aber weit gefehlt. Seit Samstag, 14. Juni, hatte ich unter einer dicken Erkältung zu leiden, die am Montag und Dienstag (16. bzw. 17. Juni) ihren Höhepunkt erreichte. Auch das Einwerfen von mehreren Dutzend Pillen sowie das Vernichten von Kubik-Litern Wasser, Tee und Saft während dieser Zeit schien irgendwie nicht zu helfen. Auch (das hier teilweise teure) Obst (Äpfel sind besonders teuer) wirkte nur auf meine Verdauungsorgane, was zur Folge hatte, dass ich Dienstag dann auch noch vermehrt das Bedürfnis verspürte, die Örtlichkeiten aufzusuchen.

Aber mal weg von meinem Darmschwierigkeiten und hin zu den zentralen Problemstellungen. Ich frage mich langsam echt warum Japaner eigentlich mit einem Erkältung direkt immer Fieber assoziieren? Kann mir das mal einer erklären? Immer wenn ich erwähnte, ich fühle mich nicht so gut, weil ich ‘ne starke Erkältung habe, kam direkt die Frage “Hast du Fieber?”. Nein, habe ich nicht! Habe ich so gut wie nie, wenn ich eine Erkältung habe. Und was hat Fieber überhaupt mit einer Erkältung zu tun? Die bedingen sich doch nicht gegenseitig, soweit ich weiß (bin jetzt aber auch zu faul das konkret nachzugucken). Hier in Japan anscheinend aber schon. Wer hier eine Erkältung ohne Fieber vorzuweisen hat, der ist nicht wirklich krank, der simuliert nur. So kommt’s mir zumindest manchmal vor. Und von Überdosierung an Medikamenten scheinen die hier auch noch nichts gehört zu haben, denn der erste Tipp, den ich grundsätzlich bekam, war immer, dass ich doch bitte möglichst (viel und starke) Medikamente schlucken sollte, dann würde schon wieder alles besser. Ah ja…. (Hintergrund: ich bin kein Freund von Chemie und schon gar nicht von starken Dosen, daher habe ich in Deutschland seit ungefähr 8 Jahren oder so auch bei jeder noch so starken Erkältung auf harte Chemie verzichtet und lieber Bio-Präparate genommen.)

Aber nun mal zum Ursprung, zur Quelle dieser Erkältung. Die kenne ich nämlich ziemlich genau. Und nein, der ständige Wechsel zwischen Außentemperaturen von 25-30°C und Innentemperaturen 20-25°C (wegen der Klimaanlagen überall) war nicht an meinem Zustand schuld - was aber nicht heißt, dass dieses Dauerwechselbad an Gradunterschieden nicht doch beteiligt ist. Um auf den Wirt dieser Infarkt-Katastrophe zu kommen, muss ich aber bis zum Mittwoch, 11. Juni, zurückspulen.

Vor knapp 3 Wochen hatten alle fünf VIP-Austauschstudenten, also die zwei Koreaner (Han-Solo und I Rusu), der Neuseeländer William, JP und ich, in unserer Mailbox, die im Büro für Austauschangelegenheiten rumhängt, eine Einladung zu einem kleinen Nomikai (aka Besäufnis). Die Einladung war von den OLs (Office-Ladies), die uns zum gemeinsamen Trinken und Essen am 11. Juni in ein Restaurant hier in Sengendai (der Ort, in dem wir VIPs wohnen) einluden. Die ganzen 別科生 “Sonderschüler” (=anderen Koreaner und Chinesin; halt NOT-VIP) waren hingegen nicht eingeladen. Das ganze sollte gegen 18 Uhr los gehen und zog sich dann, weil es zu einigen Verspätungen kam, bis 19 Uhr hin, bevor wir überhaupt ins Restaurant gingen. Und, wie schon so oft von mir beobachtet, machte der Laden mal wieder von Außen überhaupt nichts her (Hochhaus, 3. oder 4. Stock), aber von Innen war es eine WUCHT! Eine riesige Fläche, sehr schön ausstaffiert und das Ambiente - wirklich großartig! Das geile ist, dass ist das gleiche Gebäude, in dem wir auch letztens Karaoke gemacht haben, nur das Stockwerk ist anders, d. h. der Laden ist keine 5 Minuten von zu Hause entfernt. Da gehe ich gerne nochmal hin. :)

Aber mal zurück zu dem Abend. Wir haben also auf Kosten der OLs bzw. einer OL (Ishida oder Kurihara, weiß nicht mehr, wer es jetzt schlußendlich war) Speiß und Trank verköstigen dürfen. Das habe ich dann auch genutzt, um mir lecker 日本酒 (=lecker jap. Schnaps) zu genehmigen. Mit bei der Aktion war auch eine von den etwas jüngeren (gerade mal 1 Jahr älter als ich ;) ) Assistentinnen für die Sprachdozenten. Es hat dann auch nicht sehr lange gedauert bis ich ihre Mailadresse und Handy-Nummer hatte. :) Han-Solo (ca. 23 J.) hatte zwischendurch noch dauernd versucht mit ihr zu reden, aber da habe ich ihm gründlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. *lol* An dem Abend war ich halt gut dabei; warum auch nicht, war ja “umsonst” (für uns VIP-Studis alle mal :) ). (Und nein, sie ist nicht diejenige, die im folgenden nicht namentlich erwähnt wird.)

Anyways. Irgendwann war nach 2 1/2h oder 3h war dann die Zeit gekommen um Abschied zu nehmen. Also haben wir VIP-Studis (wir wohnen alle im selben Wohnheim, daher traf sich das so) die Damen zum Bahnhof gebracht (keine 2 Minuten Fußweg) und uns verabschiedet. Tja, und gerade als man denkt, man kann in Ruhe nach Hause gehen und vielleicht im Rausch noch etwas YouTube absurfen, da gesellt sich doch ein Mädel/eine Frau zu mir und möchte mit mir mitkommen, um sich “zu unterhalten” und weil sie mal meine “Wohnung von Innen sehen möchte”. Aja. Ok. Von mir aus. Wir sind dann zu zweit erstmal was zu Trinken kaufen gegangen in einem der Konbinis hier am Bahnhof, während JP und die anderen schon wieder nach Hause getrabt sind.

Eigentlich hätte es mir spätestens dann ab der Händchenhaltend-nach-Hause-gehen-Szene suspekt vorkommen müssen, aber als Deutscher (oder überhaupt Mitteleuropäer) erwartet man so “aggressive” Frauen nicht unbedingt. Will heißen: zu Hause angekommen, verzogen wir uns auf mein Zimmer und, äh, das eine führte zum anderen. Naja, fast. Fast, weil erstens Mutter Natur ihr einen Strich durch die Rechnung machte und zweitens die Wände hier aus Papier sind. Was *sie* allerdings nicht davon abhielt, mich, äh, *positiv* zu beeindrucken. :) Entsprechend störten wir natürlich meinen Mitbewohner und den Rest des Wohnblocks. Tja, und weil *sie* das auch irgendwie scheiße und ziemlich peinlich fand, hat sie mich direkt für’s Wochenende (Sonntag) in ein LH (Bedeutung: besonderes Hotel für, äh, “Liebesbedürftige”) eingeladen. Äh, wie meinen? Hier laden die Mädels die Kerle zu so etwas ein und nicht umgekehrt? Ich darf mal kurz Pause bzw. Stop drücken, oder? Denn ich fühle mich gerade ein kleines, ein ganz kleines bisschen überrannt! (Was nicht heißen soll, dass es sich schlecht anfühlt, nur ziemlich ungewohnt….)

Bevor ich nun auf das LH-WE eingehen, stellt sich natürlich die Frage, was hat diese so unrealistisch wirkende Episode mit meiner Erkältung zu tun? Naja, ganz einfach: bei ihrer “Erste-Hilfe-Einführungsveranstaltung” (oder wie immer man es nennen möchte) hat sich mich mit ihrer (bis dahin fast auskurierten) Erkältung angesteckt. Klasse, oder? Gott, ich könnte ihr heute noch ihren verdammten süßen Arsch dafür versohlen, aber sowas von…..

Naja, von Donnerstag morgens (12. Juni) bis zum verabredeten Tag am Wochenende war jedenfalls noch einiges an Zeit, und in dieser Zeit schickte *sie* mir erstens über 1 Mrd. gefühlte Handy-Mails und außerdem konnte sich ihre Erkältungsviren gut in meinem Körper breit machen. So, für Freitag Abend war ich dann eigentlich auf eine Geburtstagsparty eingeladen, die bei William stattfand, allerdings “zwangen” mich Han-Solo und der verrückte Huan (Korea-Steve) nach dem üblichen Fußball-Club-Training dazu, mit ihnen bei Cho-san einen Trinken zu gehen. Also bin ich mit zu den Korea-Boys und während ich da war und versuchte, so schnell und höflich wie möglich wieder wegzukommen, um doch noch auf der Geburtstagsparty zu erscheinen, verlegte *sie* unser LH-Treffen von Sonntag auf Samstag vor. Ohja, na klasse, also kein Totalabschuß erlaubt am Freitagabend. Gegen 1:30 Uhr bin ich dann also nach Hause, um genau gegen 2 Uhr auf das Geburtstagskind (Mika), William (Host) und Naomi (last guest) zu treffen. Die Party war also gerade zu Ende, und ich durfte Mika noch mein Fahrrad ausleihen, damit sie und Naomi zu einer Freundin fahren konnten (ihr letzter Zug war nämlich schon vor ca. 2h abgefahren).

Am Samstag, 14. Juni, waren *sie* und ich also verabredet. Um Punkt 15 Uhr trafen wir uns also in Shinjuku, wo wir den Nachmittag verbrachten mit Shopping und “Sightseeing”. (Das *sie* sich extra sexy angezogen hat [knappe Hotpants, kein BH, etc., muss ich nicht extra erwähnen, oder?].) Gegen Abend sind wir dann durchs Kabukicho gestreift, dass Rotlichtviertel in Shinjuku. Und bevor *sie* mich dann in eins der LHs geschleift hat, waren wir noch essen und haben uns über dies und das unterhalten. Dabei hat sie mir u. a. gebeichtet, dass sie seit Mittwoch-Nacht weder richtig Schlafen noch irgendetwas essen konnte, weil sie die ganze Zeit nur “mich im Kopf” hatte. Äh, wie meinen? Moment mal. Stop! Das geht mir hier zu schnell… Versteckte Kamera ist doch sowas von 80ties, also bitte! …. Sie meinte das allerdings wirklich ernst, wie sich dann in der Nacht im LH herausstellte…. Woah….. Und wie teuer so ein scheiß LH ist. Mein elektronisches Wörterbuch war günstig dagegen. Ok, der Whirlpool hat extra gekostet (wußte ich vorher nicht). Und das wir am Sonntag morgen 2 Stunden überzogen haben, war auch scheiße teuer. Ich war schon froh, dass sie den Hauptteil bezahlt hat, schließlich ging die ganze Sache ja von ihr aus… Nicht, dass ich undankbar wäre, aber irgendwie überfordert hat mich das Wochenende schon. Und das nicht nur, weil ich dann ab Sonntag Mittag *ihre* Erkältung so richtige zu spüren bekam….

So, das war also die Story meiner Erkältung und meiner ersten LH-Erfahrung in Japan. Irgendwie hatte ich mir das auch anders vorgestellt, aber hey, mal ehrlich, ich beschwere mich nicht. Wirklich! Dafür war das Wochenende einfach zu geil! :) Problem jetzt ist, dass *sie* das gerne so oft wie möglich wiederholen möchte….. Äh, HALT! Ich bin kein お金持ち (Millionär), verdammt. Außerdem möchte ich nicht nur ‘ne Beziehung, die ausschließlich auf “Geschlechtstrieben” aufbaut. Hilfe! Irgendwer, bitte!!! ….. (Obwohl, warum eigentlich nicht…? :) )

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Regenzeit - Party-Zeit?

Geschrieben am 9. Juni 2008 in Japan, Nightlife, 写真, 大学, 日記, 暇な時 von Daniel || 4 Kommentare

Woche vom Dienstag, 03. Juni bis Montag 09. Juni 2008

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir und das nicht, weil der Unterricht jetzt so sonderlich fordernd gewesen wäre. Aber zunächst zum Wetter, denn 梅雨 (Regenzeit) hat begonnen. Man könnte denken “Hey cool, eine Abkühlungen von den immer weiter steigenden Temperaturen.”, aber nein, dem ist nicht so. Warum? Die Luftfeuchtigkeit hier ist relativ hoch und dazu kommt, dass Saitama wohl zu der Gegend hier gehört, in der es im Sommer mit am unerträglichsten wird. Na klasse. Im Moment lässt es sich aber noch ganz gut aushalten. Mal sehen wie es in einem Monat ist, kurz nach Ende der Regenzeit, dann soll nämlich der Sommer erst so richtig loslegen.

Am Dienstag, 03. Juni, war mal wieder Kondo-”Ausländer sind Kinder, denen man alles 20x erklären muss”-sensei Unterricht und, wie immer, war es scheiße langweilig. Dieses Mal mussten wir uns ein Verkehrserziehungsvideo für Grundschul- oder eher Kindergartenkinder ansehen. Gott, war das scheiße langweilig. Dazu kam extra ein Cop in unseren Unterricht und erklärte uns dann alles noch mal en Detail. Mal davon abgesehen dass der Polizist eher wie ein Kindergärtner wirkte als ein Straßenbulle, war es ein echt kindlich dämliches Video, welches wir leider auf voller Lauststärke erdulden mussten. Ich muss nicht extra erwähnen, dass ich während der Stunde einfach mal Kanji gelernt und nicht zugehört habe, oder? Entsprechend konnte ich dann auch keine Fragen von Kondo beantworten, aber das war mir scheißegal. Gott, dieser Unterricht kotzt mich so an.

Am Abend war dann ausnahmsweise kein Fußball, weil es regnete. Dafür habe ich eine Antwort vom Bafög-Amt bekommen, nachdem ich denen eine Woche vorher die letzten benötigten Unterlagen zugeschickt hatte. Die schlechte Nachricht: bei meinem Auslands-Bafög wird der Auslandszuschlag von 315 Euro gestrichen, weil ich das Jasso-Stipendium (ca. 500€) erhalte. Der gute Part: ich muss die bisher zu viel erhaltenen 630 Euro (2 Monate Auslandszuschlag) nicht zurückzahlen. Sweet.

Um diese gute Nachricht zu feiern hatte ich mir ein ein paar Drinks gegönnt, nicht ahnend, dass ich wenig später einen Anruf von dem verrückten Huan erhalten sollte, der mir unbedingt was wichtiges sagen wollte, allerdings nicht am Telefon. Also traf ich ihn an am Bahnhof in einer Kneipe, wo er mit seinem Kumpel Kim bereits ordentlich am Feiern war. Es stellte sich dann heraus, dass die beiden einfach nur mit mir einen Heben wollten. Das taten wir dann auch, und zwar in einem koreanischen Restaurant. Und weil wir drei die einzigen Gäste waren, hat sich der Restaurant-Besitzer zu uns gesetzt und wir haben zu viert diniert, parliert und gezecht. Der nächste Morgen war dann entsprechend anstrengend. Insgesamt war es zwar ganz nett, aber jede Woche möchte ich das jetzt doch nicht machen.

Am Freitag, 06. Juni, Abends nach 2 1/2h Spaßfußball war’s dann aber schon wieder soweit. Dieses Mal in Cho-sans und I-sans kleiner Wohnung nahe der Uni. Han-Solo und Huan waren natürlich auch dabei. Später kam auch noch sein Freund Kim wieder dazu. Allerdings habe ich dieses Mal weniger getrunken und bin früh gegangen, weil am nächsten Tag ja eine Party bei JP und mir stattfinden sollte. Außerdem haben die Koreaner sich dieses Mal alle nur auf koreanisch unterhalten und entsprechend scheiße langweilig war’s dann auch.

Für die Party am Samstag, 07. Juni, waren zunächst 14 Leute oder so eingeladen, davon 8 Mädels. Ihr dürft mal kurz raten, wie viele davon abgesagt haben bis Samstag Mittag kurz vor Partybeginn. Genau, 7. Grund dürfte wohl unter anderem der frühe Beginn der Party, 13 Uhr, gewesen sein. Die Uhrzeit war übrigens Kiyoshis Idee gewesen, nicht meine. Das wir dann schlussendlich doch noch 3 Mädels in der Gruppe hatten, war wohl glücklicher Zufall, weil die kleine süße - oder besser gesagt: niedliche (believe me)- Chinesin ihre ältere Schwester mitbrachte und I Rusu, die Koreanerin von nebenan, zufällig auch Zeit hatte.

Begonnen haben wir das ganze dann mit einem ausgedehnten Mittagsmahl: Somen und selbst gemachte Sandwiches. Das klingt jetzt nicht so aufregend, ist dafür aber sehr günstig und ausgesprochen einfach vor- und zuzubereiten. Bis 16:30 Uhr oder so haben wir dann auf’s JPs PS3 Guitar Hero und div. andere Games gezockt. Danach ging’s dann los mit dem alkoholischen Teil des Abends. Gegen kurz nach 19 Uhr sind wir dann zusammen zu einem Karaoke-Schuppen in der Nähe des Bahnhofs gegangen und haben wir 2 Stunden die Sau rausgelassen. Und wie das bisher immer so war, so war es auch dieses Mal: Deutsches Liedgut war so gut wie nicht existent. Nena und Falco mal ausgenommen. Ich habe dann aber doch lieber Moskau von Dschingis Khan zum besten gegeben, sehr zur Belustigung der anderen.

Zum Abschluss des Abends gab’s dann noch jede Menge Trinkspiele, Spaß und Tequila zu Hause. Als die Mädels dann kurz vor 12 Uhr gegangen sind um ihren letzten Zug zu erwischen, waren nur noch JP, Kiyoshi, ich und die üblichen verdächtigen Koreaner (außer Huan, der keinen Bock auf die Party hatte, weil keine geilen Weiber anwesend waren - so seine Worte) übrig. Und keine 15 Minuten nachdem die Mädels weg waren, drehten sich die Gespräche auch schon um Pornos, Schwanzlänge und Sex im Allgemeinen. Die Koreaner haben auch direkt mal meine AV-Heftchen-Sammlung gefunden. Und um mal kurz Kiyoshi zu zitieren, der aufgrund seines Alkoholpegels nur noch, sagen wir mal ‘interessantes’, engrish sprechen konnte/wollte: “Is your pocket monster over 30cm?” Keine halbe Stunde später lies er dann voller Inbrunst verlauten “I want to sex now! Let’s go to the prostitutes!”, während die Koreaner in meinem Zimmer meine AV-Sammlung auf meinem Laptop durchstöberten.

Gegen 1:30 Uhr oder so sind dann die Koreaner abgezogen und nur noch JP, Kiyoshi und ich waren anwesend. Und ab da wurd’s wirklich, äh, heftig. Kiyoshis Gemütsstimmung verschlechterte sich schlagartig und er hat sich ca. fast ne drei-viertel Stunde an meiner Schulter die Seele aus dem Leib geheult. Warum? Naja, er hatte die kleine niedliche Chinesin eingeladen, weil er total auf sie steht. Dann hat er leider erfahren, dass sie wohl schon einen Freund hat und das hat ihn halt schlagartig von Wolke 7 auf Meeresspiegelniveau abstürzen lassen. Naja, ich hab’ mich jedenfalls wie Dr. Sommer gefühlt. Nach Hause konnte er definitiv auch nicht mehr, also haben wir ihn bei uns im “Gästezimmer” pennen lassen.

Der Sonntag, 08. Juni, war dann nicht sehr ereignisreich und wurde von mir zum Entspannen genutzt, mal davon abgesehen das an dem Tag eh nichts besonderes los war. :)

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Was haben Pringels und Krähen gemeinsam?

Geschrieben am 2. Juni 2008 in Japan, Veranstaltung, 大学, 日記, 暇な時 von Daniel || 2 Kommentare

Woche vom Dienstag, 27. Mai, bis Montag 02. Juni 2008

In der Woche ist nicht viel passiert, außer dass ich mich beim Fußball (Dienstag) mal wieder verletzt habe und daher wohl mal länger pausieren sollte. Keine Ahnung warum ich mich verletzt habe, weil ich eigentlich der Meinung war mich dieses Mal richtig aufgewärmt zu haben. Ich glaub’, ich bin zu alt für diesen Sport. :(

Das Highlight der Woche war dann, als JP und ich zu Fuß von der Uni zum Bahnhof gegangen sind und eine der vielen, vielen, vielen, vielen, (viele vielen mehr), Krähen uns zunächst auslachte um dann ihr Revier auf JPs Jacke zu markieren. Situationskomik vom Feinsten. :) Krähen sind hier im übrigen in etwa so eine Plage wie in Europa Tauben.

Und apropos Scheiße: ich hatte mir am Wochenende mal 2 Packungen unschuldig aussehende Pringles gekauft. So zum Probieren. Gott, ich hätt’s lassen sollen, am Sonntag Abend war mir so gottverdammt schlecht von dem Scheiß, mal davon abgesehen dass es richtig scheiße geschmeckt hat, dass ich schon um kurz nach 20 Uhr nur noch ins Bett wollte und gegen 21 Uhr dann eingepennt bin. Zur Strafe bin ich dann auch heute direkt mal gegen 5 Uhr wach geworden mit schreienden Rückenschmerzen und Durchfall. Man, dass war das letzte mal dass ich den Mist hier gekauft habe. Alter, ick schwör’, konkret ey! Ich meine, selbst in D-Land schmeckten die mir ja nicht so besonders, aber hier rate ich dringendst, DRINGENDST davon ab die zu kaufen.

Da kann ich eigentlich nur hoffen, dass dieses Wochenende besser wird. Warum? Naja, das ganze war so: Kiyoshi, einer der Japaner, der im Club für Auslandsinteressierte Mitglied ist, fragte mich am Montag oder Dienstag ob ich am Samstag nicht Zeit hätte für ‘ne Party. Klar doch, also erstmal eingewilligt. Dann hat er direkt mal JP gefragt - allerdings ohne zu wissen das wir zusammen wohnen -, ob er nicht am Samstag mitkommen will zu Daniel (also zu mir) für’ne kleine Party. Äh, Moment?! Wann wurde erwähnt, dass das ganze bei mir stattfinden soll? Davon war nie die (direkte) Rede! WTF? … Naja, jedenfalls haben JP und ich jetzt erstmal noch’ne Handvoll Leute (vornehmlich vom weiblichen Geschlecht) zusätzlich eingeladen. Mal sehen, was das wird. Zum Glück hat JP Guitar Hero für die PS3 besorgt, so haben wir zumindest ein ordentliches Party-Spiel zur Hand. :) Und bei der Gelegenheit werde ich meinen persönlichen Mehrspielermodus auf Empfehlung von Kai mal etwas einschränken. :)

Und apropos vorletzte Woche: ich habe da noch einen kleinen Nachtrag.

Bis Freitag, den 23. Mai 2008, war Abgabe-Deadline für die Nebenjob-Visa-Erlaubnis-Anträge. Und wie sich das so gehört, habe ich meinen natürlich erst am Freitag Morgen in der 2. Stunde ausgefüllt. Was ich nicht wußte war, dass man noch die Unterschrift (respektive den Namenstempel) von seinem Beratungslehrer benötigte. In meinem Fall ist das Nohara-sensei. Also bin ich nach der 4. Stunde zu ihm rauf und wollte in sein Büro, nur leider hatte der gute gerade keine Zeit, weil er Deutschunterricht gab. Was macht der pflichtbewusste Student da am Besten? Klar, er geht statt zum Beratungslehrer einfach mal zum Rektor (lies: Obermacker und Uber-Boss of the University) der Uni, der im übrigen nur Freitags an unserem Campus zu gegen ist, und hole sich dessen Stempel nebst Unterschrift. Das Erstaunen und ungläubige ‘heeeee? majide? heeeeeeeeee?’ der Office-Ladies im Büro konnte man vermutlich bis Tokyo hören. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß. :)

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