履歴書用紙 oder “Wie man sich in Japan bewirbt”

Geschrieben am 10. Februar 2009 in Hintergrund, Japan, Vorbereitung, 写真 von Daniel || Keine Kommentare

Laut wadoku.de bedeutet die Überschrift dieses Blog-Posts:

履歴書 りれきしょ (schriftlicher) Lebenslauf {m}; Curriculum {n} vitae.
用紙 ようし [4] Formular {n}; Papier {n}.

Also “Lebenslaufformular“.

Und auf der japanischen Wikipedia kann man folgendes Nachlesen:

履歴書(りれきしょ)とは、学業や職業の経歴など、人物の状況を記した書類の事である。就職や転職時の選考資料として用いられる。また、学歴や職歴によって給与や資格等を決定する手続き(査定)において、それを証明する各種の書類とともに提出する。なお、アメリカ合衆国およびカナダの英語圏地域にて用いられるレジュメ(Résumé、日本では英文履歴書とも呼ばれる)は、JIS規格などで書式が定められている日本の履歴書とは異なり、書式が自由であり、むしろ日本でいう「職務経歴書」に近いものである。

Also nichts anderes als die japanische Version eines Lebenslauf, um sich bei Erstbewerbungen oder Arbeitsplatzwechsel ganz nach Tradition und Vorschrift zu bewerben. Es gibt dabei in Japan verschiedene Versionen: eine um sich für Part-Time oder arubaito zu bewerben, eine für einen richtigen Arbeitsplatz nach der Uni und eine für einen Arbeitsplatzwechsel. Zumindest werden diese drei Varianten so im Handel verkauft.

Hier mal ein paar dieser Formulare, die ich heute für 105 Yen im (ihr ahnt es) 100-Yen-Shop (richtig!) gekauft und gerade eben eingescannt habe.

Hier nur die Variante für arubaito bzw. parto, alle anderen (plus die gezeigte, natürlich) findet ihr in diesem kleinen Downloadpaket (23MB) (Hinweis: ich war zu faul den Kontrast nachträglich zu verbessern, die Scans sehen also ziemlich grau aus).

Warum komme ich gerade drauf? Naja, ich hatte vorgestern im Buchladen mal wieder einfach nur so rumgestöbert und dabei bin ich auf einen Leitfaden für Universitätsabsolventen gestoßen “Wie bewerbe ich mich richtig?”. Und da dachte ich so bei mir, ey, dachte ich mir so, wenn ich schon in Japan arbeiten möchte, dann sollte ich doch zumindest mal wissen wie man hier eine Bewerbung richtig schreibt und wie man sich hier im Bewerbungsgespräch angemessen verhält. Also bin ich mit meiner weiblichen Begleitung einen Tag später in eine andere Buchhandlung und wir haben uns mal ein paar dieser Bücher angesehen: “Das 1×1 des erfolgreichen Bewerbens”, “Die wichtigsten Taktiken im Bewerbungsgespräch”, “So überzeugen Sie Personaler am Besten”, “Bewerbung for Dummys”, etc. etc.! Es gibt auch lauter Bücher (fast schon Kataloge), die einfach nur Firmen (aus jeweils eingegrenzten Branchen, z. B. IT) auflisten mit deren Kontaktadressen, Hintergrunddaten (Mitarbeiterzahl, Filialen, durchschnittliches Monatsgehalts eines Neulings, etc.) und was man beachten sollte bei einer Bewerbung.

Im Endeffekt war die Auswahl einfach zu groß und wir sind am Ende ungekaufter Dinge wieder gegangen, allerdings mit dem Ergebnis: es ist eigentlich egal welches der Bücher ich nehme, es muss ja schließlich nicht perfekt sein und soll mir nur vermitteln wie die Dinge hier in Japan diesbezüglich laufen. Denn das ist mal klar, es läuft hier ein bisschen anders als in Deutschland, nicht nur was das Schreiben bzw. den Aufbau der Bewerbung angeht.

Mit diesem Gedanken bin ich gestern nochmal in den ersten Buchladen gewandert und habe mir dann drei Bücher zu den Themen “Wie schreibt man eine Bewerbung richtig?”, “Das ABC des Bewerbungsgesprächs” (inc. Bildern, wie man sich anzukleiden hat) sowie “Das rote Buch zur Jobsuche” zugelegt. Die Bücher heißen nicht wirklich so, aber ich kann die Namen gerade nicht auswendig und weil ich sie heute Nachmittag versehentlich schon mit in das erste von höchstwahrscheinlich drei 30kg Paketen, die ich für umgerechnet 125€ pro Paket nach D zurück schiffen lassen muss, gepackt habe, komme ich da jetzt auch nicht so leicht dran.

Und weil ich zufällig heute beim Stöbern im 100-Yen-Shop über die entsprechenden Formulare gestoßen bin, habe ich mir gleich ein paar eingesackt. Und weil ich gerade zu faul bin über die erste Februarwoche und die ganzen Abschiedsparties (die nächste findet übrigens übermorgen - also Donnerstag - statt) zu schreiben, kam eben nur dieser kurze Info-Beitrag in der Rubrik Lebenstipps zustande. Oder so.

PS: Achja, die Bücher sind natürlich auf Japanisch. Nuhr so. Alles andere wäre nicht angebracht.

Itadaki - OpenOffice kann jetzt auch Furigana

Geschrieben am 9. Februar 2009 in software, 写真, 日本語 von Daniel || 1 Kommentar

und zwar auch automatisch!

Ich habe gerade mal wieder nützliche Software gefunden, die ich eigentlich selber zusammentackern wollte, aber freundlicherweise hat sich schon jemand die Mühe gemacht.

Heute geht es um Itadaki, ein Addon für OpenOffice, mit dem man in seinen Dokumenten automatisch Furigana über die Kanji setzen lassen kann - genauso wie das in MS Word schon seit ewigen Zeiten geht.

Jetzt gibt es also keinen wirklich guten Grund mehr MS Word zu benutzen! Ha! In your FACE Microsoft!

Einfach alle 4 Dateien runterladen und in OpenOffice über den Extension-Manager installieren (siehe Bild; die ‘Fehlermeldungen’ einfach ignorieren!). Danach OO neu starten und fertig!

Ich habe es nur für OpenOffice 3.0 ausprobiert, es sollte aber laut Beschreibung auch mit 2.0 funktionieren. Viel Spaß.

O Canada

Geschrieben am 19. Januar 2009 in Japan, doitsu, ビデオ, 写真, 日記 von Daniel || Keine Kommentare

YouTube Preview Image

Official (English)
O Canada!
Our home and native land!
True patriot love in all thy sons command.
With glowing hearts we see thee rise,
The True North strong and free!
From far and wide, O Canada,
We stand on guard for thee.
God keep our land glorious and free!
O Canada, we stand on guard for thee.
O Canada, we stand on guard for thee.

(via Wikipedia)

Was soll das, werdet ihr fragen. Zu recht. “Was soll das?” habe ich mich auch gefragt, als hier endlich, nach über 4 Wochen, das Weihnachtspaket meiner Eltern eingetroffen ist.

Wer es nicht auf Anhieb sieht: unten ist in aufgedruckten roten Lettern in Englisch zu lesen “MISSENT TO CANA”; das “DA” ist leider so gut wie überhaupt nicht zu erkennen, sollte sich aber trotzdem jedem sofort erschließen.

Inhaltlich gab’s lecker Lakritze, Glühfix zum Glühwein-machen, sowie Marzipan (bah, ich mag das Zeug nicht mal, aber eventuell meine weibliche Begleitung), 6x kleiner Feigling, und - ganz wichtig - Schwarzbrot! Yippi!

So, warum das ganze bis nach Kanada ging, weiß ich nicht. Wie man im Bild oben sehen kann, ist meine Anschrift in Japan sowohl in lateinischen Buchstaben als auch nochmal extra in Kanji auf dem Paket vermerkt. Eventuell hätten meine Eltern einfach nur die Kanji-Variante (mit “Japan” in romaji!!!) aufkleben sollen, dann wäre dieser Computer-OCR-Irrtum bestimmt nicht passiert (es muss schon ein Computerfehler gewesen sein, denn schließlich kann kein Mensch so blöde sein und “Japan” nicht von “Kanada” unterscheiden, oder?)

Aber mal ganz davon abgesehen hatte ich eigentlich bei fast allen Paket-Sendungen aus Deutschland immer das Problem, dass die Japanische Post hier Absender und Empfänger durcheinander gebracht hat. Allerdings nur, wenn ich nicht direkt zu Hause war um das Paket entgegennehmen zu können, sondern immer nur dann, wenn die mir diesen “Tschuldigung, Paket für Sie, aber leider war niemand zu Hause, also kontaktieren Sie uns bitte und wir kommen nochmal (alternativ: Sie können es in der Filiale abholen kommen)”-Zettel ausstellen mussten. Warum haben die das immer verwürfelt?

Nunja, man kann vom Durchschnittsjapaner wohl nicht erwarten, dass er weiß was “Absender”/”Empfänger” auf Deutsch heißt. Und erst recht mal überhaupt nicht was es auf Französisch heißt, denn, wie man auf dem Bild gut sieht, ist die Zweitsprache auf diesen Postsendungsaufklebern bei der DHL Französisch! Grrr!!! Französisch ist keine verfickte Weltsprache, denn wenn es im Vergleich zum Japanischen (Japan hat über 120 Mio. Einwohner, die ganzen Japaner in anderen Erdteilen und Ländern mal nicht mitgezählt) sogar noch hinter diesem liegt, kann es keine verfickte Weltsprache sein!

Französisch gilt als Weltsprache, da es von weit über 100 Millionen Sprechern auf allen Kontinenten in über 50 Ländern gesprochen und weltweit oft als Fremdsprache gelernt wird.

(via Wikipedia)

Fazit: BENUTZT ENGLISCH IHR VERF***TEN DHL-FLACHPFEIFEN!
Mal ganz davon ab, dass die japanischen Post-Männchen und -Frauchen scheinbar auch zu dämlich zum Kacken sind, denn wie sonst kann man sich erklären, dass sie meine Japanische Emfpänger-Adresse als Absender und die ausländische Absender-Adresse als Empfänger auf diesem Abhol-Wisch auftackern?! Und das war kein Einzelfall, dass ist bisher jedes Mal so gewesen!

Nach dem ganzen Streß habe ich erstmal im örtlichen Spezialitätenladen (im Bahnhof von Sengendai, auf der mittleren Etage!) schön französischen Frischkäse und Cammenbert und Brie sowie lecker holländischen Schinken gekauft. War zwar alles nicht ganz billig, passte aber gut zum Schwarzbrot und ich konnte meine weibliche Begleitung sichtlich beeindrucken mit diesem ganz einfachen, aber leckeren Mittagsschmaus!

Und der Vollständigkeit-halber hier noch der offizielle französische Text der kanadischen Hymne.

Official (French)Ô Canada!
Terre de nos aïeux,
Ton front est ceint de fleurons glorieux!
Car ton bras sait porter l’épée,
Il sait porter la croix!
Ton histoire est une épopée
Des plus brillants exploits.
Et ta valeur, de foi trempée,
Protégera nos foyers et nos droits
Protégera nos foyers et nos droits.

(via Wikipedia)

Ein Schrein-Besuch, eine Mütze voll Aufmerksamkeit und diverse Leseempfehlungen

Geschrieben am 18. Januar 2009 in Japan, ビデオ, 写真, 大学, 日本語, 日記, 暇な時 von Daniel || Keine Kommentare

So, die Ferien sind seit über 1 1/2 Wochen vorbei und der Uni-Alltag hat mich wieder. Bis Ende Januar, dann ist auch damit Feierabend. Mal davon ab, dass hier schon wieder die normalen Studis frei haben und wir “Sonderschüler” Extraschichten schieben müssen! Es kotzt mich so an.

Freitag gab’s von Kondo-sensei eine Einladung zu einem erneuten 食文化 Event, aber da hab’ ich dieses Mal direkt ‘nen Riegel vorgeschoben und abgesagt. Der Event findet dieses Mal zwar mit mehr Teilnehmern (130-150) aus mehr Ländern (7-10) (und auch nicht an der Uni, sondern im Nachbarort) statt, aber …. nö, ohne mich.

Und apropos Plastik, in der Heimat ist ja gerade Eiszeit angesagt, hier ist es hingegen bis zu kuscheligen 8° warm tagsüber. Dank heftiger SturmOrkanTaifun-Winde jedoch fühlt es sich meist kälter an. Handschuhe habe ich mir aber trotzdem noch keine geleistet, auch wenn’s beim Fahrradfahren sicherlich angenehmer wäre. Und richtig isolierte Fenster wären sogar noch geiler! Denn wenn der Wind hier pfeift, dann merkt man recht schnell das die Wohnung hier scheiße isoliert ist. Sobald man die Heizung (AirCon) abstellt, kühlt der Raum sofort merklich ab.

Und apropos winterfeste Bekleidung: weil ich hier dauernd mit meiner geilen orangenen Teddybärmütze (für nur 100Yen im 100Yen-Shop abgestaubt!) unterwegs bin, ernte ich gerne mal ein Lächeln oder auch lieb gemeintes Gelächter (so hoffe ich doch!) und das übliche “帽子が可愛いですね。” (ungefähr “Die Mütze ist aber niedlich, gell.”) von Schülerinnen oder auch älteren Mütterchen (gelegentlich auch von Männern mittleren Alters, was mir schwer zu denken gibt!).

teddy mütze 2teddy mütze 1

Und genau so eine ältere Dame hat mich dann, als ich gerade aus dem örtlichen Saty (Name einer Supermarktkette hier in J-Land) raus kam, erspäht, erst gelacht und dann sind wir ins Gespräch gekommen: was ich in Japan machen würde, wo ich die Mütze her hätte, auf welche Uni ich gehen würde, wie lange ich schön Japanisch lernen würde, das mein Japanisch super wäre, etc. pp.. Ja, war ganz nett, aber weil’s abends doch recht kalt ist so ohne Sonne (gerade mal 16:30 Uhr und schon dunkel) und die zwei Plastiktüten mit meinen Einkäufen auch nicht leichter wurden, habe mich relativ schnell aus dem Gespräch rausgewunden und mich freundlich verabschiedet.
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「あけおめ」・日本留学サバイバル・マニュアル

Geschrieben am 16. Januar 2009 in Japan, ビデオ, 写真, 大学, 日本語 von Daniel || Keine Kommentare

もう遅いけど、

あけましておめでとうございます。

Happy New Year.

Frohes Neues Jahr.

And now for a little something I had to write for the Bunkyo bekka year-book, like all the other exchange students. Have phun! (^^)

文教大学を一年間生き延びる方法
ダニエル・ゴルプ

二00八年四月から日本に来て一年間文教大学で日本語を勉強したり、面白く優しい人と知り合ったりした。残念ながら韓国人は日本人より面白い人だと考えるようになった。日本人の大学生は留学生より子供っぽいと感じる。ま、それは多分年齢の問題かも知れない。

さて、日本でどう暮らしを立てたらいいのかを説明してあげる。まず日本人もただの人間だから、怖がる理由がないので、よく話したり、遊びに行ったりしてください。Graham先生が言った通りに人生は短いからです。日本料理は嫌で美味しそうでなくても全て食べてみたら日本の社会を深く知ることできるかも知れない。

次は日本の蒸し暑い夏を死なずに切り抜ける秘密を伝えたいと思う。まずエアコンがない所へ行くな!あるいは北海道への旅行を偽装した逃避をするという方法もある。取り合えず池袋とかへ行ってイカ味や納豆味などのアイスクリームを召し上がることも気持ちいい。

更に日本社会のルールの生かし方である。簡単に言うとしたら、日本人が規則を守る通りにやってもいいけど、西洋から来た外国人にとってそれはちょっと難しすぎるかも知れない。だから失敗しても滅亡することはない。小林先生に教えていただいた通りに「人生は長いから大丈夫です。」ということである。特に自転車に乗る時、日本人も交通ルールがないかのように乗っているので、気にしないでください!

最後は文教大学の別科のつまらなくて退屈な授業を生き延びる第一の秘密を教えてあげるよ!受けない。とらない。簡単な方法だろうね。そして誰の授業を受けない方がいいかはっきりお勧めできないのは、先生の名前を覚えてないからだ。しかし素晴らしく評判がよい先生を紹介してあげるよ。Graham先生と小林先生の授業は、できればぜひご覧になってください。ただの授業内容だけじゃなく、人生や世界について教えていただける。私がその活気があって面白く楽しい授業を受けられたことは、本当にうれしくよかったから、感謝している。大変お世話になりました。どうもありがとうございました。

つまり日本で一年間暮らして色々な体験が出来たのはすごくよかった。以前よりもっともっと素晴らしく完成された人間になれた。

Sorry, no bock to translate into English and/or German, so instead, enjoy this video:
YouTube Preview Image (via Nerdcore)

More on Sunday, if I feel like it. ’till then, enjoy your chocolate beer!

Schokoladen-Bier

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