So Long, and Thanks For All The Fish

Geschrieben am 6. Mai 2009 in doitsu, intern von Daniel || Keine Kommentare

Diese Blog ist nun offiziel beendet.

Ich lasse es aber online für alle Neugierigen und Interessierten.

Weiter geht es von heute an auf meinem neuen Blog http://blog.daniel-gollub.de/.

Viel Spaß!

Pause

Geschrieben am 29. April 2009 in doitsu, intern von admin || Keine Kommentare

Ich pausiere hiermit mein Blog auf unbestimmte Zeit.

Ich danke allen interessierten Lesern und Kommentatoren.

Bis dann.
Daniel

Eine Woche Deutschland

Geschrieben am 31. März 2009 in Japan, doitsu, ビデオ, 日記, 暇な時 von Daniel || 7 Kommentare

Seit ziemlich genau einer Woche bin ich zurück in Deutschland und damit ist die erste Woche in der alten Heimat überstanden inklusive einem kleinen Kulturschock und dem Jetlag. Und ja, jede Menge Tränen beim Abschied, vor allem bei meiner Freundin.

Aber zunächst mal ein paar Worte zum Flug mit BA und Zwischenlandung in London. Der Flug mit British Airways erwies sich als angenehmer als erwartet. Ich hatte vorher nur Horrorstories gehört, aber entgegen aller Befürchtungen war sowohl das Essen als auch das Entertainment-System (ES) an Bord sehr gut. Und weil das ES sogar VOD (Video-On-Demand) und AOD (Audio-On-Demand) unterstütze und einigermaßen aktuelle Filme (Madagaskar 2) sowie Klassiker (Die Glorreichen Sieben) zu bieten hatte, war es meiner Meinung sogar besser als das von Scandinavian Airlines beim Hinflug. Zum Essen gab es zunächst Mittags entweder ein Steak mit Kartoffeln oder Chinesische Nudeln mit Fleischbällchen. Da habe ich doch glatt mal die Nudeln genommen. Zum Abendessen war die Wahl dann genauso leicht: entweder etwas Ungenießbares aus Pampe oder Reis und Gemüse mit Seelachs. Zwischendurch gab es als Snack noch ein leckeres belegtes Brötchen und einen Kuchen. Doch, war schon lecker.

Nach 11 Stunden und 30 Minuten Flugzeit landete die Maschine (747) dann am Londoner Heathrow Airport, wo ich einen geplanten Aufenthalt von 3 Stunden gehabt hätte vor meinem Weiterflug nach Düsseldorf. Naja, der Weiterflug hat sich um ca. 30 Minuten nach Hinten verschoben wegen schlechten Wetters oder weißgottwas, war mir auch egal, denn zu dem fraglichen Zeitpunkt wollte ich nur noch aus diesem drecks-faschistischen und paranoidem Land raus. Weg. Nie wieder England. Nie. Wieder. Auch nicht auf Durchreise. Punkt.

“Warum?” wird jetzt der geneigte Leser fragen. Darum! Und weil ich mir total verarscht vorkam. Nicht nur, dass ich erneut durch die Security musste, nein, ich wurde auch noch von einem Bobby angekackt. Zur Security: ich verstehe nicht, warum ich da noch einmal durch musste! Ich war in Tokio schon gefilzt und durchleuchtet worden, warum also bei einem Transitflug, einem Durchgangsflug, einem einfachen Weiterflug nochmal die ganze Kacke? Im Flugzeug wachsen keine Waffen und kein Sprengstoff, verdammt nochmal!

Vor allem, war die Durchsuchung viel strenger als in Japan (die ganzen “Damen” mit hohen Absätzen mussten z. B. ihre Schuhe ausziehen, damit die extra durchleuchtet werden konnten), und unfreundlicher! Aber sowas von! Ich musste mich auch fast komplett meiner Kleidung entledigen sowie meinen Rucksack und meine kleine Reisetasche ausräumen. Und weil’s mir dann, nachdem ich endlich durch die “Schleuse” (Metalldetektor) gehen konnte, zu viel wurde als mich die (allerdings recht sexy) Blondine mit den dicken Tüten drauf hinwies meine Baseballkap abzunehmen, da war bei mir der Ofen sowas von aus! Ich riss meine vom Flug und dem ganzen Kofferschleppen schön mit Schweiß vollgesogen Cap vom Kopf und hielt ihr diese direkt unter die Nase, keine 5 cm entfernt von ihren hochgetuschten künstlich ausfranzten Augenbrauen. She was not amused. Ihr Kollege direkt neben mir, ihr gegenüber, guckte nur doof, denn damit hatte er wohl auch nicht gerechnet. Ich hatte für die zwei, als ich dann endlich weiter gehen durfte, nur noch ein laut vor mich Hinmurrendes “This is so fucking ridiculous. You people are fucking retarded. This whole country is so fucking retarded!” übrig. Nur mal als Vergleich: bei meinem Hinflug musste ich in Kopenhagen (Dänemark) umsteigen. Dort gab’s keine zweites Security-Screening, sondern für Transitflüge hieß es einfach nur “Durchgehen”. So geht das. Das ist Kunden- und Touristenfreundlich sowie Service-orientiert!

So, dieses Desaster brachte mich dann schon mal in die richtige Grundstimmung. Ich beschloss nach dieser Eskapade einfach kein Geld zu tauschen um mich mit Getränken oder etwas zu Essen zu stärken. Die 3 Stunden konnte ich auch wohl noch ohne Zeugs aushalten. Wer mich so behandelt kriegt kein Geld von mir. Aber erst die nächste Eskalationsstufe in diesem Paranoiastaat brachte mich richtig auf die Palme.

Ich hatte mich gerade total erschöpft auf einen der vielen Wartesitze im riesigen Gatebereich (von den Gates A1 bis A29(?) brauchte man 15 bis 20 Minuten zu den Gates B1 bis BXX bzw. C1 bis CXX, und zwar mit Transitbahn!) niedergelassen um etwas zu Chillen, da kam mir der Gedanke, ich könnte ja ein Foto von der Anzeigentafel machen, auf der die Flughinweise und -daten angezeigt werden. Ganz, gaanz, gaaaaaaaaanz dummer Fehler! Nicht tun! Unter keinen Umständen! Der Polizei-Oberförster, der da zufällig gerade in der Gegend stand, guckte mich böse an und meinte laut und forsch “No pictures!”. 3 Mal. Ich muss wohl, entweder aus Müdigkeit oder aus purer Ungläubigkeit, total dämlich geguckt haben, als er mir diesen Befehl das erste Mal erteilte. Darum hat er es noch 2 Mal wiederholt, bevor ich ihm mit einem “Ok.” geantwortet habe. Und dann ging er weiter, übersah aber im oberen Teil bzw. eine Ebene höher, auf der Reling quasi, die - vornehmlich - asiatischen Touristen, die schön alles mit Videokamera filmten. Genauso übersah er übrigens den ungefähr 10jährigen Jungen, der neben seinem Vater saß und freudestrahlend mit dessen Digicam alles mögliche im Bilde festhielt. Aber sind wir mal ehrlich, so ein einsamer Jungeselle, mit Vollbart und durchgeschwitztem Baseballkap sieht ja alle mal mehr nach TouristTerrorist aus als die anderen zwei gerade genannten Gruppen. Da muss man als Beschützer Ihrer Durchlaucht wohl Prioritäten setzen.

Bei mir zumindest setzte diese Undifferenzierte Vorgehen sowie Art und Weise der Botschaftsübermittlung jedoch ganz andere Dinge in Gang, ja gar in Wallung. Mein Blut nämlich. Ich hatte so eine Wut im Bauch, dass ich mir erstmal in meinem Notizbuch eine Liste von Leuten machte, an die ich meine ganzen Beschwerdebriefe über diese Zwischenfälle schreiben wollte: Heathrow Airport Manager, Heathrow Airport Security Chief, British Airways Management, Bürgermeister von London, Premierminister, Oppositionsführer, Botschafter Englands in Deutschland, Botschafter Deutschlands in England und natürlich Ihrer Majestät.

Naja, so ungefähr jedenfalls. Nachdem ich aber zwei, drei Tage drüber geschlafen hatte, dachte ich mir nur noch, dass es auch einfach reicht ab jetzt dieses Land für die nächsten 10 Jahre nicht mehr zu betreten oder bis zu meinem Ableben völlig zu ignorieren. In diesem Sinne: Fuck you, England! Fuck you!

Achja, direkt am Morgen danach, also keine 24 Stunden nachdem ich in Narita abgeflogen war, stürzte dort eine FedEx Frachtmaschine ab woraufhin sämtliche Flüge nach Europa erstmal Ersatzlos gestrichen wurden (O-Ton meiner Freundin). Nochmal Glück gehabt.

YouTube Preview Image(japanisches Newsvideo)

Aber nun bin ich ja zurück in Deutschland und ich wollte noch kurz was zum Kulturschock sagen. Also erstmal bin ich beim Fahrrad radeln ins Dorfzentrum tatsächlich völlig geistesabwesend auf der linken Fahrbahnspur gefahren. Mehrfach. Verdammt. Und dann im Supermarkt, beim Einkaufen, habe ich die ganze Zeit drauf gewartet, dass wer meine Einkäufe nimmt und in Tüten einpackt oder zumindest mir Tüten zum Einpacken dazu legt. Komisch, passierte einfach nicht. Was mir auch aufgefallen ist, dass hier in Deutschland die Menschen viel ernster gucken, oft auch böse gucken, und viel, viel hektischer im Allgemeinen sind. So erstmal mein Gefühl. Was mir noch nicht untergekommen ist, sind unfreundliche oder auch kackendreiste Menschen. Aber keine Sorge, ab nächstem Wochenende bin ich ja wieder in Düsseldorf, dass wird also noch auf mich zukommen. *seufz* Bin ja hier auf’m 田舎 (inaka: ländliche Gegend), das ist ja eh immer etwas anders als die große Stadt.

Drei Dinge waren aber schon mal wieder richtig geil, nach so langer Zeit: das erste richtige Deutsche Weizen, die erste “richtige” “italienische” Pizza und der erste richtige türkische Döner. Boah, so geil. In diesem Sinne: guten Hunger! :-)

Wo ich gerade beim Fluchen bin!

Geschrieben am 15. Februar 2009 in Hintergrund, doitsu, ニュース, 大学 von Daniel || Keine Kommentare

Fuck you, Bachelor! Fuck you!

Schafft endlich diese sowas von unnötige Anwesenheitspflicht bei Seminaren und Vorlesungen ab!

PORNO UND GEWALT!

Geschrieben am 26. Januar 2009 in Japan, Veranstaltung, Vorurteile, doitsu, ニュース, 大学 von admin || Keine Kommentare

Dem dpa-Artikelschreibhanselerling Lars Nicolaysen würde ich gerade gerne derbst eins auf die Fresse geben gratulieren für zu diesenm nicht sonderlich guten hervorragenden Artikel, den SpOn veröffentlicht hat: PORNO UND GEWALT - Japan plant Handy-Verbot an Schulen! (Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf entsprechendes behalten!)

Seriously, WTF, dude?!

“Jeder Sechste der 16-Jährigen gab zudem an, täglich mehr als 50 SMS zu verschicken.” (Hervorhebung von mir!) In Japan werden keine SMS verschickt, sondern Emails! Die Japaner haben es hier weitaus besser als wir rückständigen Deutschen/Europäer. Mal davon ab, dass diese Mails von Mobiltelefon zu Mobiltelefon oder Mobiltelefon zu Rechner schweinebillig sind (je nach Tarif sogar kostenlos)! Warum wird hier dem Nicht-Japan-Kenner eingeredet, dass man in Japan SMS benutzt?! SMS sind sowas von 1990er und außerdem maßlos überteuert! Es wird Zeit, dass sich da endlich mal was ändert im deutschen/europäischen Mobilfunk!

“Eine andere Studie der Präfektur Osaka ergab, dass unter den 13-Jährigen jeder Sechste mehr als drei Stunden am Tag das Handy benutzt. Unter den 16-Jährigen tut das jeder Dritte.” Tut tut tut, wozu ist die Hupe gut?

“Mit Handys lassen sich Busse, Bahnen und selbst Taxis bezahlen, kostenlos Fernsehen schauen, Urlaubsreisen buchen, Manga-Comics und ganze Romane lesen.” Durchaus richtig, aber direkt der nächste Satz *grrrr*

“Zu den mobilen Angeboten gehören jedoch auch Pornos, Internet-Seiten, auf denen sich Selbstmörder zum Gruppensuizid verabreden und “deai-saito” - Seiten, über die Erwachsene oft an Sexkontakte mit Schülerinnen gelangen.”

W-T-F?!

Bei diesem Satz ist mir die Galle dann doch übergelaufen. Soviel Müll in einem Satz… wenn ich den Nicolaysen treffen würde, würde ich ihn fragen wie groß er ist und dann auf seine Antwort erwidern “Ich wußte gar nicht, dass man *piep* so hoch stapeln kann!?”! Was soll diese einseitige Negativ-Bild?! Was will mir der Autor damit sagen und vor allem was für ein Japan-Bild will er hier dem durchschnittlichen Bild-Leser, der gerade mal Castrop-Rauxel von Bottrop-Kirchhellen unterscheiden kann (wahrscheinlich ist selbst das schon zu hoch gegriffen für diese Klientel) vermitteln?!
*seufz* Jaja, was es nicht alles Schlimmes auf dieser Welt gibt…

“Andere wie Professor Shigeki Ito von der Universität Komazawa bezweifeln ohnehin, dass ein Verbot an Schulen groß etwas bringt. Schließlich benutzten die Kinder ihre Handys nach dem Unterricht sowieso weiter.” Naja, zumindest bringt er beide Seiten der Argumentation, also pro und contra Mobiltelefon-Verbot in Schulen. Und es ist ja auch überhaupt schön, dass sich mal jemand die Mühe macht und es den Nicht-Japanologen in Deutschland ermöglicht einen kleinen Einblick in die いじめる (quälen; ärgern; mobben; misshandeln; belästigen; drangsalieren; übel mitspielen) Problematik in japanischen Schulen zu geben.

Also, warum habe ich mich nochmal aufgeregt?!

PS: Hab’ gerade mein レポート (report) im Fach “Deutsche Jugend- und Kinderliteratur” bei Nohara-sensei fertiggestellt: Thema “Michael Ende ミヒャエル・エンデ”, Untertitel “Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer「ジム・ボタンの機関車大旅行」”. 9 Seiten voll mit, an deutschen akademischen Standards gemessenen, unterirdischen Beschreibungen und Meinungen - keine Analyse oder Vorgehensweise notwendig, die Meinung zum Werk war gefragt. Ja, liebe Freunde der guten Nachtmusik, so kriegt man an japanischen Unis seine CP hinterhergeworfen. Man rotzt ein 2000 Kanji umfassendes Skript hin, dass nichts anderes enthält als eine Zusammenfassung der entsprechenden Wikipedia-Artikel und die eigene, (im wissenschaftlichen Kontext eigentlich) völlig belanglose Meinung zum Werk des Autors. Haha. Gott, ist das traurig.

« Vorherige Beiträge

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: